walter KAINZ

Skulptur - Malerei

 

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seit 1982 freischaffend tätig in Pramet / Oberösterreich

Ausstellungen

2018  Lignorama Riedau, Kubinhaus Zwickledt "KRAFTORT zeichnung" Wernstein, Kulturhaus Stelzhamermuseum Pramet

2017  „Hin und Her“,Museum of Contemporary Art Isfahan Iran, Katalog; „Il Coccodrillo, il piu cattivo!“ Castello di  Villimpenta Mantua (IT) Katalog; Raiffeisenbank Galerie Ried i.I.; Ausstellungshalle „Fluchtpunkt Europa“ Neues Rathaus Bayreuth (DE), Stipendium des Landes OÖ (Oktober) in Paliano bei Rom (IT),

2016  OÖ Kunstverein "Meine Lieblinge" ein Ausstellungsprojekt in Kooperation mit der Landesgalerie Linz; "An Europa – Cahier d`art  - Botschaften an Europa"Galerie art Kapella Schkeuditz bei Leipzig (D); "landpARTie" Kunsthaus Burg Obernberg; „Gruß aus ... Die Landschaft in Ansichtskarten“ Nordico Stadtmuseum Linz; LTR / RTL, Hin und Her, Künstlerinnen und Künstler aus Iran und Österreich in der Galerie Forum Wels, Artmark Galerie 1010 Wien, Lajevardi Foundadation Teheran  (IR);

2015  "Die Verwandlung des Kunstvereins in ein Aviarium" Galerie des OÖ Kunstverein Linz; Cselley-Mühle "An Europa" 15. Kunstsymposium des eu-art-network in Kooperation mit der Künstlergruppe c/o:K Oslip Bgld.; "Radikal" Galerie Forum Wels;

2014  "Volkslust - eine augenscheinliche Annäherung" Künstlergruppe c/o:K Kulturhaus Stelzhamermuseum Pramet; "AugenWeide" Galerie Forum Wels; "Georg Trakl zum 100.Todestag" Galerie im Traklhaus Salzburg;

2013  Galerie Mendl Simbach /D); "Lebenswege" Stifter Villa Kirchschlag; 90 Jahre Innviertler Künstlergilde: Volkskundehaus Ried, Schlossgalerie Schärding;

2012  "SICHTWEISEN" Galerie Zauner Linz-Leonding; Bildhauersymposium Fa. ZENZ Eggelsberg; "Papermoon & Blütenatem" Galerie Kaethe Zwach Schörfling am Attersee; "Cocooning" Galerie des OÖ Kunstverein Linz;

2011  "OHNE BANANE" Kunsthaus Deutschvilla Strobl / Wolfgangsee; "IM ZEICHEN DES MATERIALS" Kulturhaus Stelzhamermuseum Pramet; "über Holz und Blüten" Galerie 20ger Haus Ried I:I. ; "Kälte" OÖ Kunstverein Linz;

2010   "Querschaun"Schloss Lamberg, Kunstverein Steyr; Schloss Zell an der Pram; Enzenkirchen Altarraum;

2009   Schloss Puchheim; Museum Volkskundehaus Ried; "die Sammlung Alois und Annerose Riedl Museum Moderner Kunst Passau /D); "skulptur - vegetativ" Stift Reichersberg; "Lady macbeth von Mzensk" Landestheater Linz; Gemeinde Freinberg, Glaswandgestaltung 490 cm x 280 cm; Galerie GAYA Gmunden;

2008  Romanischer Keller, Hypo Salzburg; 20 Jahre Galerie Zauner Linz-Leonding;

2007  Margret Bilger Galerie Stift Schlierbach; Galerie Kunststück Reichersberg; „Im neuen Licht“ Galerie Zauner Linz-Leonding;

2006   „in fluss" Galerie Zauner Linz-Leonding; Skulpturen „Porträt“ Obernberg a. Inn; „Hausrucka“ Gemeinschaftsausstellung Ursulinenhof Linz; „holzArtig“, Hohen Boden Furth (D); „Horror Vacui“ OÖ Kunstverein Linz;                         

2005   im Landestheatermit den OÖ Kunstverein Linz; „Skulptur“Galerie des OÖ Kunstverein Linz; Skulpturenpark Ried i.I.

2004  „EndlichUnendlich“ 80 Jahre IKG, Messehallen Ried i.I.; Galerie Zwach, Schörfling a. Attersee; Galerie Pimmingstorfer, ARS Galerie Peuerbach;  Kunst Messe  im MAK mit der Galerie Ammering Wien; „….die selbe Luft-Künstlerpaare“ eine Ausstellungsreihe des OÖ Kunstverein (Katalog) Landesausstellung Stift Reichersberg;

2003   „verbaute Kunst“ OÖ Kunstverein Linz; 20 Jahre Kunst am Höribachhof Mondsee; Künstlerhaus Galerie „formulierungen“ Wien; Kunstmesse Landesgalerie Linz; Galerie des OÖ Kunstverein Linz; Galerie Pimmingstorfer Peuerbach; Galerie Zauner Linz-Leonding;

2002   Lignorama Holzmuseum „Gewachsen wie ein Baum“ Riedau; Museum Nordico Skulpturenausstellung Linz; Naturvision Filmpreis Ausstellung Krumau (CZ); Schlossgalerie „Positionen 2002" Schärding;

2001  „Holz und Stein“ Museum der StadtDeggendorf (D); Galerie Zauner „Ein Blick in Die Zukunft“ Linz-Leonding; Galerie M-Art Börseplatz 3 Wien;Galerie Zauner mit Marion Kilianowitsch Linz-Leonding; OÖ Landesgalerie „Beziehungsfelder“ Katalog Linz;

2000   Skulpturen 10er HausGmunden;

1999   Berchtold Villa, „Korrespondenzen und Beziehungsfelder“ Salzburg; 3. Kunstmesse Art Innsbruck; "Stille Besucher"; Skulpturen im Rapsfeld Gundertshausen; Galerie Zauner " Die   Kunst der Linie" Linz-Leonding;

1998   Galerie Ammering, „das Leichte und das Schwere" Ried i.I.;

           Kunstverein St. Anna Kapelle Passau (D);

1997  Museum Nordico KIWANIS Skulpturenwettbewerb Linz;

         Galerie des OÖ Kunstverein "innen-außen" Linz;

1996  Galerie im Weytterturm Straubing (D) ;

          Diözesanmuseum "europa-sacrale" Passau (D) ;

1995  Glasfenster für die Kapelle in Altenheim Andorf;

          2. Preis "Kaiser Josef Platz Wels", Brunnengestaltung 9x4 Meter;

1994   Museum Innviertler Volkskundehaus "Ursicht-Reflexion"Ried i.I.;      

          Minoriten Galerie Graz;

1993  Galerie des OÖ Kunstverein Linz;

          Kunstraum St. Virgil Salzburg;

1992  CDB Ursulinenhof – Lithographie Linz ;

          Mitglied des OÖ Kunstverein;

 

1991  Museum Ramat Gan Tel Aviv (IL);

Symposien

2017  „Il Coccodrillo, il piu cattivo!“ Grazie Mantua (IT)

2015  Cselley-Mühle "An Europa" 15. Kunstsymposium des eu-art-network in Kooperation mit der Künstlergruppe c/o:K, Oslip Bgld.

2012  Bildhauersymposium FA: Zenz Gundertshausen

1996  Symposium „Ist Kunst weiblich?” der IKG im Schloss Sigharting

1991  Meditation 91, Malerwochen Kvar Rubin, Israel

1990  Malertage in St Radegund

 

Kunst im öffentlichen Raum – Ankäufe

 

Seniorenzentrum Andachtsraum Liebigstrasse Linz

Artothek des Bundes Wien

die Kunstsammlung des Landes Oberösterreich

Stadt Linz

Glasgestaltung 4,80 x 2,80 Meter, Gemeinde Freinberg

Volkskundehaus, Brunnen am Roßmarkt Ried i. I.

OÖ Versicherung Linz

OÖ Raiffeisenlandesbank Linz

Raiffeisenbank Region Ried i. I.

Raiffeisenbank Pramet

Sparkasse Linz,

Sparkasse Ried i.I.

Volksbank Ried i.I.

Firma Scheuch Lufttechnik Ried i.I.

Rotes Kreuz Ried i.I.

Pfarrkirche Enzenkirchen

Glasfenster Kapelle Altenheim Andorf

 

Mitglied des OÖ Kunstverein Linz, Künstlergruppe "c/o: K - Institut für Kunstinitiativen; Galerie Forum Welser Künstlergilde;                

1984 - 2015 Innviertler Künstlergilde Ried i.I.


 

Walter Kainz – Das Atmen der Blüte

Den Zeichnungen und Malereien des Künstlers Walter Kainz scheint ein inneres Leuchten zu entströmen, das auf einen verborgenen Energiefluss hindeutet. Prozesse durchdringen die transparenten Farbschichten und sorgen an der Bildoberfläche für ein subtiles und verletzliches Vibrato, das aus den überlagerten Schwingungen der zahlreichen Ebenen resultiert. Der Titel „Das Atmen der Blüte“, unter dem Walter Kainz den Zyklus von Arbeiten auf Papier und Leinwand aus den Jahren 2002-2005 zusammengefasst hat, spielt mit Andeutungen auf vielschichtige Naturprozesse. Blüten sind ein genialer Trick des Pflanzenreiches – optische und olfaktorische Fallen - um die Verbreitung der Pollen und somit die Befruchtung sicher zu stellen. Sie sind Manifestationen jener kurzlebigen, aber umso prächtigeren Momente, an denen Tod – im Verwelken - und Geburt - im Entstehen der Frucht - sich kreuzen, ihnen haftet der Duft vergänglicher Schönheit und reicher Verschwendung an

Pflanzen, Blüten, das (nur scheinbar) unbeseelte Pflanzenreich war auf verschiedenste Weise Thema der bildenden Kunst, Blumen finden sich in den Händen von Königen und Heiligen, das Grün von Landschaften füllt Bildhintergründe aus, Albrecht Dürer schneidet mit skalpellartiger Präzision ein „Großes Rasenstück“ aus, in den „Herbarien“ dringt der wissenschaftlich motivierte Blick immer tiefer in die einzelnen Ebenen vor, bis das Auge mittels Mikroskop letztendlich in den Zellen der Pflanzen landet. Auch hier ist noch nicht die Grenze erreicht, die Wissenschaft überschreitet den Jordan, spielt mit Gensequenzen und kombiniert sie neu.

Was bei Walter Kainz auf Leinwand oder Papier an Gestalterischem wächst und mit Acryl oder Öl fixiert wird, sind Formen, die an Organisch - Biologisches erinnern, der Künstler hält Linien und Flächen seiner Blütenmotive aber dicht an der Abstraktion und somit prinzipiell offen für verschiedene Sichtweisen. Als „Pars pro Toto“ kann man die Blütenformen auch in einem anderen Zusammenhang sehen. Die Blüten werden dann Symbole für Lebendiges generell, sie haben Körpergrenzen, stehen mit ihrer Umgebung in vielfältiger Verbindung, treten miteinander als Individuen in Kommunikation und bilden Gruppen, definieren ihre Existenzbereiche, beginnen unabhängig von ihren Pflanzen zu atmen und werden dadurch zu eigenen Lebewesen. Ihre teils geometrisch, teils zufällig angeordneten Formationen lassen sich wie Zusammenkünfte interpretieren, auf denen nonverbal Strategien gegen eine zu dominant werdende Gattung namens „Homo Sapiens“ entworfen werden, weil diese die Grundlagen pflanzlichen Wachstums massiv zu gefährden droht.

Walter Kainz schränkt sich im Zyklus „Das Atmen der Blüte“ bewusst auf wenige, reduzierte Stilmittel ein. Er verzichtet auf eine oberflächliche Virtuosität genau so wie auf die gestische Unbeholfenheit einer falschen Art - Brut Manier. Die Blätter beziehen ihre Stimmigkeit und Kraft aus dem engen Kanon von Möglichkeiten, den Walter Kainz bis in seine Extreme hin untersucht. Das Interesse des Prameter Künstlers ist dabei am Ausloten der Tiefe seiner Motive interessiert, die er scheinbar mühelos an die Bildoberfläche heben kann. „Das Leichte und das Schwere“, ein weiterer Titel einer Serie, gleicht sich nicht an, sondern tauscht Energien, Qualitäten und Botschaften aus. Das oft allzu Leichte, dem durch seine Natur ja die Tendenz zur Verflüchtigung innewohnt, wird im Schweren – im Grund – verankert und somit in den Bereich der Bild- und Wahrnehmungsebene gehoben. Die Ermöglichung von Energieflüssen und Energietransfers zwischen verschiedenen Polen auf der Bildfläche illustriert Prinzipien der Natur und geht mit dem Lebendigen eine bildnerische Symbiose ein.

Aus manchen der Bildoberflächen strahlt „grünes Licht“, von organisch -pflanzlichen Biotopen, dieser Titel erweckt sofort Assoziationen an Chlorophyll, das Licht in Energie und Leben verwandelt. Das Farbspektrum hält sich generell in den Arbeiten eher an gedämpfte, grau - braune Erdtöne, denen sparsame buntere Akzente überlagert werden. Diese Differenzierung bei Farben und Helligkeit dient auch der Hervorhebung einzelner Bildebenen, über dem unbunt abgetönten Untergrund legen sich hellere, kräftigere Farbflächen mit erkennbaren Umrisslinien, die ihrerseits wiederum die Basis für weitere Überarbeitungen bilden. Die oberste Schicht besteht häufig aus „Lichtfäden“, helle Linienstukturen, die mit ihrer geometrischen Exaktheit einen visuellen Gegenpart zum „wuchernden“ Untergrund bilden. Diese vielfältigen Schichtungen wiederholen im Bild Prozesse, die auch in der Natur ablaufen. Alte Formationen bilden den Grund für neue Sedimente, Pflanzen wurzeln in der Tiefe und ihre Ablagerungen bilden den künftigen Humus, Gegenwart fußt auf der Vergangenheit, Zukunft wächst darauf.

Wenn Walter Kainz seinen gezeichneten Blüten Atem - und somit Leben - einhaucht, dann stellt er seine Werke in den immer wiederkehrenden Zyklus der Natur, an deren künstlerischer Interpretation er die Betrachter teilhaben lässt. Der Künstler weiß als ausgebildeter Bildhauer aus der praktischen Erfahrung mit dem Material Holz, wie bildnerische Formen entstehen und aus welchen Zusammenhängen heraus sie überhaupt entstehen können. Der Prozess des Wachsens, ein zentrales Thema in allen Arbeiten des Oberösterreichers, bleibt trotz teilweiser wissenschaftlicher Klärung immer noch ein Geheimnis, das selbst mittels Mikroskop und Zeitlupenkamera nur unzureichend dargestellt werden kann. Die Transformation des verborgen Realen, des Unsichtbaren, Spürbaren, Ahnbaren - auch des Unerklärbaren - in die symbolische Sprache der Kunst kann die großen Lücken des Nicht – Wissens zwar nicht im wissenschaftlichen Sinne schließen, ihre Assoziationsfäden aber verbinden Gesichertes und Vermutetes auf eine einzigartige und genuin menschliche Weise. Walter Kainz hat eine künstlerische Vorgangsweise kultiviert, die Blüten und somit reiche Früchte trägt.

Mag. art. Josef Brescher, 2005

 

Durch die oftmals zentrale Positionierung der reduzierten Formen verdeutlichen sich Kompositionszüge, die zwischen Bildgrund und Bildgegenstand differenzieren und in einem bewussten Hervorheben den symbolhaften Eindruck der Figurationen bedingen. Die Arbeit selbst bleibt jedoch ohne jeglichen ikonographischen Anspruch.

Sowohl bei den Papierarbeiten als auch bei den Skulpturen arbeitet Walter Kainz mit einer bestimmenden Farbigkeit, die er ohne sie zu einem vorrangigen Wirkungsgrad zu führen in den Gesamteindruck integriert. Hierin zeigt sich noch einmal die ganzheitliche Bildvorstellung, die Walter Kainz durch Einbeziehung verschiedener gestalterischer Möglichkeiten und durch die Ambivalenz zwischen rationalem und intuitiven Agieren in seinen Arbeiten zu realisieren vermag.

Dr. Martin Hochleitner, 1994 (Katalogauszug)

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